Die Berufs- und Arbeitswelt verändert sich und damit auch die Anforderungen an künftige Arbeitnehmer – die Schülerinnen und Schüler von heute. Sie stehen vor einer ständig wachsenden Auswahl neuer Berufsbilder, eine frühzeitige Orientierung wird dabei immer wichtiger.

Die Berufsorientierung gehört zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und ist Teil der schulischen Allgemeinbildung. Schülerinnen und Schüler sollten frühzeitig auf die Erwachsenenwelt, insbesondere auf das Arbeitsleben vorbereitet werden, da der nahtlose Übergang von der Schule in den Beruf längst nicht allen Jugendlichen gelingt.

Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine frühzeitige Berufsorientierung und Förderung berufsübergreifender Schlüsselkompetenzen für einen gelungenen Weg in die Berufswelt unerlässlich sind. Auch die Mitarbeit von Unternehmen und Akteuren der Berufsorientierung ist gefragt:

Seit Mitte 2018 erarbeitet die „Kommission neues Landeskonzept Berufliche Orientierung“ mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Schulen unter der Leitung des
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, III 306 Fachaufsicht für die Berufsorientierung der Gemeinschaftsschulen,den Übergang Schule-Beruf und die Zusammenarbeit Schule-Wirtschaft
ein entsprechendes Berufsorientierungs-Konzept für alle Schularten des Landes.

Initiative „Frauen unternehmen“
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) möchte Frauen ermutigen, ihre Fähigkeiten, Talente und Qualifikationen für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen und den Aufbau erfolgreicher Unternehmen einzusetzen. Deshalb hat das BMWi bereits im Oktober 2014 die Initiative „FRAUEN unternehmen“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Frauen zur beruflichen Selbständigkeit zu ermutigen und Mädchen für das Berufsbild „Unternehmerin“ zu begeistern. Zugleich soll die Initiative die Leistung von Unternehmerinnen sichtbar machen: ihren Mut, ihren Einsatz und ihre Erfolge. Und nicht zuletzt ihren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und zu wirtschaftlichem Wachstum in Deutschland.

aktueller Flyer
Weitere Informationen:
hier

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mehrfach von Bewerbern und Arbeitgebern als bestes Jobportal Deutschlands ausgezeichne

JOBSENSOR, ein neues Onlineportal für Unternehmen, Universitäten und Bewerbern aus den Bereichen Naturwissenschaften, IT und Technik:

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Kompetenzbasiertes Ausbildungskonzept 2018

Das Schülerbetriebspraktikum ist eines der wichtigsten Instrumente der Beruflichen Orientierung. Es bietet Schülerinnen und Schülern sehr gute Möglichkeiten, erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln und ihre beruflichen Vorstellungen zu konkretisieren. Die gute Qualität des Praktikums ist für eine nachhaltige Berufswahlentscheidung der Jugendlichen wie für die Fachkräftesicherung der Unternehmen wichtig.  Damit ein Praktikum seinen Nutzen für die Berufliche Orientierung entfalten kann, haben die Bundesagentur für Arbeit und SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland gemeinsam die Handreichung „Checklisten Schülerbetriebspraktikum“ herausgebracht. Sie ist als praktische Hilfe für Schülerinnen und Schüler, für Lehrkräfte und Betriebe sowie für Eltern gedacht. Neben den Checklisten für die einzelnen Zielgruppen werden die wichtigsten Qualitätskriterien zur Umsetzung guter und erfolgreicher Schülerbetriebspraktika übersichtlich festgehalte
Schülerpraktika stellen dabei ein wesentliches Element der Berufswahlorientierung dar. Hier eine Praktika-Checkliste für Schülerinnen und Schüler.

Eine besondere Möglichkeit, die Beratungskompetzenz an Schulen zu erweitern, bieten Lehrkräfte-Betriebspraktika: Der sehr authentische Erfahrungsaustausch in einem solchen Praktikum fördert das gegenseitige Verständnis, die regionale Vernetzung und den Aufbau stabiler Kooperationen zwischen Schule und Betrieb. SCHULEWIRTSCHAFT-Checklisten bieten dazu eine hilfreiche Übersicht für die tägliche Praxis.

Im Rahmen unserer Ziele bieten vor allem auch Gesprächskreise regionaler Unternehmensverbände in Zusammenarbeit mit engagierten Lehrerinnen und Lehrern verschiedene Aktionen vor Ort an. Darunter:

  • Betriebserkundungen
  • Schülerpraktika
  • Bewerbungschecks
  • Planspiele
  • Wettbewerbe
  • Schülerfirmen und viele Aktionen mehr

Unsere Partnerorganisation auf Bundesebene SCHULEWIRTSCHAFT Saarland hat freundlicherweise grundsätzliche Informationen zum Format Gesprächskreise  SCHULEWIRTSCHAFT zusammengestellt, die wir mit diesem Link gerne nutzen.

In diesen meist zweimal im Jahr stattfindenden Begegnungen haben alle engagierten Personen die Möglichkeiten, sich direkt über allgemeine und spezielle Themen des Übergangs Schule-Beruf auszutauschen. Treffen vor Ort in Betrieben oder Schulen bieten eine ideale Plattform zum Netzwerken und Interagieren.

Zunehmend schließen die bundesweiten Arbeitsgemeinschaften SCHULEWIRTSCHAFT Kooperationsvereinbarungen mit der Bundesagentur für Arbeit bzw. deren Regionaldirektionen ab. Informationen zum aktuellen bundesweiten Stand dieser Kooperationen: hier
(Quelle: Jahrestagung SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland, Nov. 2017)

Auch SCHULEWIRTSCHAFT Schlewig-Holstein plant für 2018 eine solche Kooperation mit der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit.

Berufsorientierung und Erhöhung der Schulqualität

Neben fachlichem Wissen gewinnen soziale und kommunikative Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Die Schule ist ein wichtiger Ort für junge Menschen, um ihre Stärken und Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Selbstständiges Lernen und vernetztes Denken müssen gefördert werden.

Immer wieder wird allerdings die mangelnde Ausbildungsfähigkeit unserer Schulabgänger beklagt. Weil es oft an qualifizierten Bewerbern fehlt, bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt. Um diese Entwicklung zu stoppen, ist es wesentlich, die Qualität schulischer Bildung zu verbessern. mehr

Die fehlende Ausbildungsreife vieler Jugendlicher stellt branchenübergreifend eine der größten Herausforderungen bei der betrieblichen Personalentwicklung neben Fachkräftemangel und demographischem Wandel dar. Trotz positivem Trend brechen noch immer rund 5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler ihre Schullaufbahn ohne Abschluss ab.

Hier müssen Unternehmen und Schulen enger zusammenarbeiten, um die jungen Menschen an das Arbeitsleben heranzuführen und ihnen zu vermitteln, welche Eigenschaften – auch über die fachlichen Qualifikationen hinaus – im Berufsleben notwendig sind.

Deshalb fördert  SCHULEWIRTSCHAFT Schleswig-Holstein mit vielfältigen Aktivitäten sowie in ihren Gesprächskreisen die Berufsorientierung an Schulen. Vor Ort gehen Schulen und Betriebe Wege, die Jugendlichen ihre Stärken und beruflichen Möglichkeiten aufzeigen und für die Berufswelt qualifizieren. Eine Reihe von Informationsveranstaltungen, Betriebserkundungen, Berufsmessen bis hin zum Bewerbungscheck und Planspielen stellen eine hohe Qualität der Orientierungsmaßnahmen sicher.

Bundesweit kooperiert SCHULEWIRTSCHAFT mit über 8.000 Betrieben, die sich in Schulen engagieren, um Schüler praxisnah an wirtschaftliche Themen heranzuführen. Das Netzwerk mit seinen regionalen Arbeitskreisen verfügt über ein umfassendes Angebot an Aktivitäten und Methoden zur Unterstützung der schulischen Bildungsarbeit. Hier finden Sie praktische Informationen zu aktuellen SCHULEWIRTSCHAFT -Themenbereichen. mehr

Im Rahmen von (Lern-)Patenschaften und Kooperationsverträgen arbeiten Schulen und Unternehmen häufig eng zusammen. Dabei werden z. B. Experten aus dem Unternehmen in ausgewählte Unterrichtsthemen eingebunden, Schülergruppen besuchen das Unternehmen und absolvieren dort Praktika. mehr

Berufswahl-SIEGEL Schleswig-Holstein
für Schulen mit vorbildlicher Berufs- und Studienwahlorientierung